Kinder- und Jugendhilfe | Infofaltblatt [PDF]

Projekte  in der Kinder- und Jugendhilfe

Schon im Jahr 2001 hat der Sozialpsychiatrische Verein Darmstadt e.V. Familien und hier speziell die Kinder von psychisch kranken Eltern in den Fokus genommen. Eine Gruppe die auch von der Sozialpsychiatrie lange Zeit nicht wahrgenommen wurde.

Zunächst  gab es Gruppen für die betroffenen  Kinder, in denen viel gespielt gelacht aber auch über die Krankheit der Eltern gesprochen wurde. Parallel dazu fanden  Elterngruppen statt die sich mit der emotionalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sowie dem Hilfesystem auseinander setzten.

2007 war der Startpunkt für das Team der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SpFh) mit einem Konzept das speziell auf die Bedarfe von Kindern mit psychisch kranken Eltern und deren Familien ausgerichtet ist. Zunächst nur in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Darmstadt, konnte schon bald auch das Jugendamt des Landkreises von unserer Arbeit überzeugt werden.

Aktueller Blogartikel: Hilfe für Kinder von psychisch kranken Eltern | PDF  veröffentlicht von Sabine Schiner (Echo Online)

Jugendprojekt „verrückt? na und!“
Mit dem bei uns seit 2007 erprobten "Verrückt? Na und!"-Schultag bringen wir das Thema seelische Gesundheit in Schule und Ausbildung. Unsere Lebenslehrer zeigen einfache und wirksame Wege, wie Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam seelische Gesundheit stärken und Krisen meistern können, um langfristig den Schul- und Berufserfolg zu fördern. 

Lehrerinnen und Lehrer erleben Ihre Schülerinnen und Schüler jeden Tag mit ihren Fähigkeiten, Launen und Macken. Sie wissen, welchem Druck sie gerade in der Pubertät ausgesetzt sind, wie stressig der Schulalltag sein kann und wie schwer es für Teenager manchmal ist, zuversichtlich und optimistisch in die Zukunft zu schauen. Aus Kindern werden junge Erwachsene, die auf ihrem Weg viele Stolpersteine meistern müssen. Umso wichtiger wird das Thema seelische Gesundheit, weil Schulerfolg, seelische Gesundheit, Resilienz und Wohlbefinden eng miteinander verbunden sind. 

Als weitere präventive Maßnahme arbeitet der Sozialpsychiatrische Verein gemeinsam mit dem Jugendamt Darmstadt zurzeit an dem Aufbau eines Patenschaftsprojektes für psychisch belastete Familien.

Sozialpädagogische Familienhilfe (SpFh)

Die psychische Erkrankung eines Familienmitglieds hat oftmals gravierende Auswirkungen auf die Gesamtfamilie und das soziale Umfeld.


Personenkreis / Zielgruppe

Die Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein Hilfsangebot für Familien/ Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind, deren Lebenssituation durch verschiedene Krisen, Konflikte und vielfältige Alltagsprobleme gekennzeichnet ist.

  • Eltern, die psychisch erkrankt sind und ihre Ehe-/LebenspartnerInnen
  • Kinder und Jugendliche, die durch die Erkrankung mindestens eines Elternteils betroffen sind
  • Kinder und Jugendliche, die an einer psychischen Behinderung zu erkranken drohen


Zielsetzung

Ziel unserer Arbeit ist es, sowohl die Kompetenzen des einzelnen Familienmitgliedes als auch die der Gesamtfamilie, durch intensive Betreuung und Begleitung, durch Gespräche und praktische Anleitung zu unterstützen. Dabei wird der Kontakt zum sozialen Umfeld, zur Schule, Kita und zu anderen Institutionen gesucht und nach Möglichkeit genutzt.


Unser Angebot

  • Unverbindliche Informationsgespräche
  • Einzelberatung (auch aufsuchend, z.B. zu Hause oder in der Klinik)
  • Paar- und/oder Familiengespräche
  • Einzelfall- und Familienhilfe durch geschulte Fachkräfte mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von psychisch kranken Menschen


Im Rahmen der oben genannten Angebote bieten wir

  • Unterstützung und Entlastung für jedes Familienmitglied
  • Stärkung, Aktivierung und Ausbau der vorhandenen Ressourcen  innerhalb und außerhalb der Familie
  • Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Familie
  • Stärkung der Erziehungskompetenzen
  • altersentsprechende Aufklärung und Information über die psychische Erkrankung
  • Bearbeitung von spezifischen Problemsituationen, Entwicklung von Handlungsalternativen
  • Gemeinsame Entwicklung eines „Krisenplans“
  • Optimierung von Hilfsmaßnahmen


Die Hilfen müssen beim örtlichen Jugendamt beantragt werden.(Ambulante sozialpädagogische Erziehungshilfen nach § 30, 31, 35,35a,41 SGB VIII und durch aufsuchende Familientherapie nach § 27 (3) SGB VIII)

Schulprojekt

Schulprojekt "Verrückt? Na und!" | Link

Das Jugendprojekt „Verrückt? Na und!: Seelisch fit in der Schule“ ist ein in Deutschland anerkanntes Best-Practice-Modell, das 2001 und 2006/2007 sehr erfolgreich evaluiert wurde.

Präventionspreis 2015

Im November 2015 ist der SPV Darmstadt mit dem Präventionspreis der Stadt Darmstadt ausgezeichnet worden. | Link KPRD


Unser Schulprojekt

Ein Präventionsprogramm von Irrsinnig Menschlich e.V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und gesundheitsziele.de

Wir der Sozialpsychiatrische Verein Darmstadt e.V. sind seit 2007 Kooperationspartner und setzen das Programm für Jugendliche ab Klasse 8 in den Schulen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein.

 

“Verrückt? Na und!“ besteht im Kern aus einem Schultag und macht das „schwierige“ Thema psychische Krisen in der Schule besprechbar. Das bedeutet, Ängste und Vorurteile abzubauen, Zuversicht und Lösungswege zu vermitteln und Wohlbefinden in der Klasse zu fördern. Das Programm ist ein Modellprojekt für die vorbildliche Umsetzung der Gesundheitsziele „Gesund aufwachsen“ und „Depressionen verhindern“.

Wir kommen gern an Ihre Schule!

 

Ihr Ansprechpartner für „Verrückt? Na und!“:
Sarah Sanadjian
Tel. 06151-2794126
sarah.sanadjian@spv-da.de

 

Wieso wir bei “Verrückt? Na und!” dabei sind

Psychische Erkrankungen beginnen oft im Jugendalter. Umso wichtiger sind deshalb wirkungsvolle Prävention und Gesundheitsförderung. Die Schule ist dafür ein idealer Ort. Der „Verrückt? Na und!“-Schultag bringt das Thema psychische Gesundheit in die Schule und zeigt einfache und wirksame Wege, wie Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können, damit alle gut die Schule schaffen.

 

Der Schultag

Der Schultag eignet sich für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 der Sekundarstufe I/II gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften. Die Teilnehmenden, lernen Warnsignale seelischer Krisen kennen, diskutieren jugendtypische Bewältigungsstrategien, hinterfragen Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen, erfahren, wer und was helfen kann, finden heraus, was die Seele stärkt und begegnen Menschen, psychische Krisen gemeistert haben.

 

Das Schultagsteam

Eine Fachexpertin (z.B. Psychologe, Sozialpädagoge) und ein persönlicher Experte, d.h. ein Mensch, der psychische Krisen gemeistert hat, laden klassenweise ein zu einem offenen Austausch über die großen und kleinen Fragen zur seelischen Gesundheit.

 

Das Ergebnis

Durch das Gespräch mit den persönlichen Experten bekommt das Thema seelische Gesundheit ein Gesicht, zum Greifen nah – und dabei ganz normal. Diese unerwartete Begegnung ist der Schlüssel zur Veränderung von Einstellungen und bestenfalls Verhalten bei Jugendlichen und Lehrkräften.

 

Material & Medien für Unterricht und Schule

Das finden Sie unter www.irrsinnig-menschlich.de/material Dazu gehören u.a.

 

Pocket Guides zu verschiedenen psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, Süchten etc. und was die Psyche stark macht

  • Regionale Krisen-Auswegweiser
  • Wanderausstellung "Wie geht’s?"
  • Handouts für Lehrkräfte
  • Internetportal www.verrückt-na-und.de

Am wirksamsten und nachhaltigsten ist es, wenn der Schultag in gesundheitsförderliche Schulentwicklung integriert wird.

 

Schirmherrschaften

Hermann Gröhe – Bundesgesundheitsminister a.D., bis März 2018

Hessen: Stefan Grüttner, Sozialminister

Unterstützt von:

Barmer-Logo

Patenschaftsprojekt

Zur Zeit im Aufbau.

Kontakt

Geschäftsstelle
Sozialpsychiatrischer
Verein Darmstadt e. V.

Dreibrunnenstr. 11
64287 Darmstadt
Telefon:  06151 / 27941-00
Telefax:   06151 / 27941-05
info@spv-da.de


Geschäftsführerin: Frau Altwein
stv. Geschäftsführerin: Frau Vogel

Tagesstätte am Hundertwasserhaus
Bad Nauheimer Straße 7
64289 Darmstadt

Leitung: Herr Hoffmann
Telefon:  06151 / 27941-30


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BIC HELADEF1DAS
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